Engagiertes Ehrenamt 
seit November 1989.

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Begonnen hat es Ende 1989 mit der Vorbereitung des 3. Bürgerforums. Weil kein Vertreter des Rates erschien, wurden von uns alle Fragen aufgenommen. Wir bemühten uns um Antworten und der Name "UBI Friedrichshain" öffnete fortan Verwaltungstüren. Weitere Bürgerforen wurden initiiert und Probleme am Runden Tisch bürgernah behandelt.

Parallel besetzten wir einen ehemaligen Wohnbezirksausschuß (WBA) in der Bänschstraße und hoben die UBI Mieterladen als feste Institution aus der Taufe, mit einem Einzugsgebiet bis weit in das Land Brandenburg.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, vielen verschiedenen Fragen auf die Spur zu kommen. Wir sind keine Alibifunktion, sondern bieten Hilfe zur Selbsthilfe, nach dem Motto "Bürger helfen Bürgern" selbst aktiv zu werden.

Mit dem Umzug in die Kreutzigerstraße 1998 und der Sanierung 2001 wurden die neuen Räume warm im Winter und hell im Sommer. Der Beratungsraum vergrößerte sich, genauso wie unsere Angebote sich erweiterten. Darauf sind wir besonders stolz, denn die Zahl der Aktiven ist deutlich geringer geworden.

Unser Haupt-Kooperationspartner ist seit 1992 die Berliner MieterGemeinschaft, die die Mietgrundkosten übernimmt. Der Dank gilt auch unserem Eigentümer, der Selbstverwalteten Ostberliner GenossInnenschaft e. G. für die geringe Miete.

Die Umbenennung des Vereins im Jahr 2002 von UBI Mieterladen in UBI KLiZ reflektiert die Vielfalt der Arbeit. Das Vereinslokal trägt weiterhin den Namen "Mieterladen".

Schon immer haben Initiativen, Gruppen und Personen unsere Räume sporadisch oder dauerhaft genutzt (z. B. Antirassistische Telefonkette, Bürgerinitiative Innenstadtring Süd, Kunstsportgruppe Umgehungstechnik, Schreibwerkstatt, Action Samba Berlin, Bürgersprechstunde von Freke Over (MdA), IG politische Mitte - ein Anti-HartzIV-Bündnis). Die Intitiative gegen den Berliner Bankenskandal hatte ihre Geschäftsstelle eine Zeit lang in unseren Räumen.
Nachbarn oder Freunde feiern hier auch gerne, was zur Folge hatte, daß wir nach und nach unsere Küche gut eingerichtet haben.
Im Jubiläumsjahr unseres 20 jährigen Bestehens 2009 arbeiteten hier 14 verschiedene Projekte.

Wir sind immer bemüht eine Plattform zu geben und Aktive von den günstigen Konditionen partizipieren zu lassen. Wir danken dafür sehr unserem Haupt-Kooperationspartner Berliner MieterGemeinschaft e. V., der uns größtmöglichen Unterstützungsspielraum läßt, was ein gegenseitige hohes Maß an Vertrauen voraussetzt.

Alle Kosten wie Strom, Veranstaltungen, Verbrauchsmittel etc. (außer Mietkosten) werden über Spenden gewuppt. Daher freuen wir uns über jede kleine finanzielle und/ oder Sach-Spende (z. B. Druckpatronen, Klopapier, Stifte...).
Alle Spenden sind steuerlich absetzbar.
 

Der Aufbau des alternativen Kieztreffs

Nach der Sanierung haben wir den dringend notwendigen, unabhängigen, ehrenamtlichen und politischen Beratungs- und Arbeitstreff neu gestaltet.

Eigentümer (SOGe.G.) und Verwaltung (Fallgrube e.V.) unterstützen uns durch günstige Miete und Lebensadern (im Keller ein Server und ein Blockkraftheizwerk, Photovoltaik auf dem Dach). Weiterhin sichert die BMG langfristig die Grundmiete und beteiligt sich auch an den Internet-/ und Telefonkosten. Nachbarn und Freunde geben Rückhalt.

Es macht Spaß hier ehrenamtlich zu arbeiten.

Unkonventionelle Vorgehensweise und Unabhängigkeit werden von Ratsuchenden und Besuchern geschätzt und sind Garant dafür, daß es uns auch weiterhin gibt.

Die Nutzung ist vielfältig. Neben den Beratungsangeboten gibt es weitere Nutzungen wie Bastelnachmittage, Filmabende, Schreibwerkstätten und viele politische Arbeitstreffen.

Auszüge unserer Arbeit:

  • beratendes Mitglied im Besetzerrat
  • Gründung der 1. Betroffenenvertretung im Bezirk
  • Gründungsmitglied der antirassistischen Telefonkette, Wir-bleiben-alle-Bündnis, AG Kiezentwicklung, Initiative gegen Rechts...  
  • GUBAG in die Schranken gewiesen (deutschlandweite Berichterstattung)
  • WBF-Mieter-Zusagen für 50 Häuser der Wert-Konzept Berlin erkämpft
  • Erfolg beim Kampf um die Festlegung eines Milieuschutzgebietes
  • Initialisierung des 1. Bürgerantrages im Bezirk
  • Aufbau einer qualifizierten Sozialberatung
  • Organisation von/ Teilnahmen an Info- und Kulturveranstaltungen, Demos, Kundgebungen, Straßenfesten, internationalen Kongressen (auf und vor dem Podium)
  • Mitarbeit an Radio- und TV-Sendungen (eigene Sendungen über Pi-Radio, Offenen Kanal und StudioAnsage), Dokumentation bei ZDF und RBB
  • seit 2005 ist Mumia Abu-Jamal einziges Ehrenmitglied im Verein
  • Mitarbeit an verschiedenen Studien, Diplomarbeiten, Buchrecherchen
  • 2009 wurde eine Mitarbeiterin mit der Ehrenamtsmedaille des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg ausgezeichnet
  • 2001 Beim Rechnungshof haben wir uns eingesetzt, daß kein Deal zwischen WBF und Kaufmann Gijora Padovicz über 600 Wohneinheiten stattfindet. Trotz Unterstützung von Mitgliedern verschiedener Parteien, Abgeordnetenhaus und Bezirksverordnetenversammlung, geschädigten Mietern / Handwerksfirmen, Wohnungseigentümern und der Presse leider ohne Erfolg - weil Padovicz Kontakte bis in höchste Kreise pflegt.


Infos über uns:

Film (2010)

Broschüre: 20 Jahre Mieterladen (2009)

Zeitleiste (ab 2010)

Zeitleiste (1989-2010)

Nützliche Politinfos:


Kampagnensong

Wenn der Castor rollt + Anime Castor 2011


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