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  Kurzübersicht 2007




Unser Modellprojekt MAE KiezPool - 2. Stufe

Projekt:
Weiterführung / Weiterentwicklung des MAE - Kiezpools
zur Unterstützung der Entscheidungsprozesse des Jobcenters (JC) und bezirklicher Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen der sozialen Stadterneuerung unter besonderer Berücksichtigung kleiner Vereine/ Initiativen im ehemaligen Quartiersmanagementgebiet Boxhagener Platz
Zeitraum: 01.01.07 - 31.12.07

Folgende Maßnahmen hat workstation Berlin e. V. im Rahmen des Kiezpools beantragt:
06.11.2006 / 20 Teilnehmer (TN), Laufzeit sechs Monate
01.03.2007 / 20 TN, Laufzeit 12 Monate
01.06.2007 / 20 TN, Laufzeit 12 Monate
01.09.2007 / 20 TN, Laufzeit 12 Monate
01.12.2007 / 20 TN, Laufzeit 12 Monate).
Lediglich zwei beantragte ABM-Stellen wurden schriftlich abgelehnt. Wir haben Widerspruch eingelegt.
Das Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg hatte keine Weiterentwicklungs- / Anschlußmaßnahmen bewilligt. Auf telefonische Nachfrage wurde uns die Ablehnung der Anträge zwar mitgeteilt, die Bescheide stehen bis heute aus.

Fast alle bezirklichen Infrastrukturmaßnahmen wurden vom Jobcenter nicht weiter verfolgt. Von dieser neuen Bewilligungspraxis ist neben anderen kleinen Trägern bezirklicher Infrastruktur auch der MAE-Kiezpool betroffen.

Das Projekt MAE Kiezpool ist nach wie vor vom Bezirk, vom Senat und von Teilen des Jobcenters gewollt. Wir gingen davon aus, daß zumindest Teile des Projekts noch in diesem Jahr weiterentwickelt werden könnten.

Nach wie vor hielten wir Kontakt zu TeilnehmerInnen und Einsatzorten und zu den Mittelzuwendern. Besondere Unterstützung erhielten wir durch den Sozialstadttrat Knut Mildner Spindler.

Wir führten und führen Gespräche und nahmen und nehmen an Veranstaltungen teil.

  • im Rahmen der Geschäftszeiten Information von BürgerInnen und potentiellen TeilnehmerInnen über den Stand der Dinge
  • Regelmäßige Teilnahme am AK2 des bezirklichen Bündnisses für Beschäftigung und dessen Arbeitsgruppen
  • Trägertreffen im RuDi 05.09.06 und 12.04.07
  • wöchentliche Arbeitstreffen zur Beratung und Abstimmung und zum Infoaustausch AG "Akquise Stiftungsgelder" bei workstation
  • fortlaufende Dokumentation MAE - Kiezpool / Weiterentwicklung des Projekts, Unterstützung ehrenamtlicher Strukturen im Sinne gemeinwohlorientierter Arbeit
  • fortlaufende Information des Bezirks / Senats über den Stand der Dinge
  • 23.01.07 Informationstreffen mit dem Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler
  • 18.04.07, 19.00 - 20.30 Uhr Infoveranstaltung zu ÖBS (Öffentlicher BeschäftigungsSektor)
  • 19.04.07, 10-12 Uhr Ausschuss für Integration, Arbeit, Berufliche Bildung und Soziales im Abgeordnetenhaus
  • 23.04.07, 14 Uhr Informationstreffen mit dem Ausschussvorsitzenden des Stadtplanungsausschusses J. Pempel und J. Pätzold (Berlin Brandenburger Bildungswerk)
  • 02.05.07, 16.00 - 19.00 Uhr Kino Kosmos Podiumsdiskussion
    Veranstaltung von Die Linke "Öffentlich geförderte Beschäftigung - Notlösung oder Zukunftsprojekt?"
  • 03.05.07, 18.00 - 19.30 "Wenn es für die Miete nicht mehr reicht"
    Veranstaltung von Die Linke, Zusammenspiel ALG II - Empfänger/ AV Wohnen/ KdU und adäquater Wohnungsbestand und Wegfall bezirklicher Infrastrukturprojekte durch neue Bewilligungspraxis des Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg (15 min Interview OKB Fernsehen - Sendung wird im Juni ausgestrahlt)
  • 08.05.07, 14:30 Uhr, Gespräch mit Vertretern der KHSB (Kath. Hochschule für Sozialpädagogik Berlin), Auswertung der wissenschaftlichen Begleitung im Jahr 2006
  • 08.05.07, 15:30 Uhr, Hebewerk - Hartz IV Stammtisch mit Internetradio Stralau, Beitrag vom Kiezpool
  • 09.05.07, 11 Uhr, Gespräch mit einer Vertreterin des Trägers vista gGmbH / ajb GmbH
  • 10.05.07, 18 Uhr, Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Beschäftigung und Jobcenter zu Folgen der Bewilligungspraxis des Jobcenters Friedrichshain - Kreuzberg
  • 24.05.07, 11:30 Uhr, Informationstreffen mit dem Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler
  • ...
  • Am 21.09.07 haben wir den für 2007 geplanten Kiezpool-Infotag durchgeführt. Da wir bisher keine weiteren Maßnahmen durchführen konnten, haben wir über den bisherigen Erfolg aus dem Jahr 2006 berichtet, was wir auch auf verschiedenen Fachtagungen und in Gesprächen immer wieder tun. Wir haben auch über unsere Anstrengungen berichtet, den Kiezpool aufgrund seines großen Erfolges weiter führen zu wollen.
    Die Resonanz war durchweg positiv, was uns darin bestärkt, daß der eingeschlagene Weg richtig und wichtig ist.

Und dann war es so weit: Wir erhielten vom Jobcenter die Möglichkeit im September eine Maßnahme mit 30 Teilnehmern zu starten und damit den Kiezpool endlich weiterzuführen. Da die hohe Teilnehmerzahl nicht dem Konzept des Kiezpools entspricht, diesem sogar widerspricht, konnten wir eine Teilung erwirken. Eine Maßnahme mit 15 Teilnehmern konnte zum 17.09.07 starten, eine weitere, wieder etwas verspätet, zum 01.11.07 (geplant 15.10.07).

Einige Teilnehmer standen schon seit dem Jahr 2006 auf unserer Warteliste und freuten sich nun um so mehr, daß sie im Rahmen einer MAE Stelle, die für sie und den Bezirk sinnvolle gemeinnützige Tätigkeiten machen dürfen. Enttäuscht waren sie über die wiederum kurze Laufzeit. Das Jobcenter hatte auf einer Veranstaltung im Oktober 2006 mitgeteitl, daß ab 2007 MAE Maßnahmen über 12 Monate bewilligt werden. Diese und andere Informationen hatten wir weitergegeben. Die Maßnahmen des Kiezpool wurden mit dem Hinweis, daß eine möglichst kleine Mittelbindung ins Jahr 2008 erfolgen soll, auf sechs Monate begrenzt. Erstaunlich, denn andere Träger haben zur selben Zeit Maßnahmen über 12 Monate erhalten.

Zum Abgabeschluß für mögliche Maßnahmen des Jahres 2008 konnten erstmalig keine Anträge gestellt werden, sondern es sollten Konzepte eingereicht werden. Dies haben wir getan.

Wir hoffen auf weitere Maßnahmen im Jahr 2008. Zum einen, weil wir auch nach dem Auslaufen der EU-Förderung durch Mittel der Sozialen Stadt zum 31.12.07 den Kiezpool in jedem Fall weiterführen wollen, zum anderen, weil uns durch die Bewilligungspraxis des Jobcenters viele Monate verloren gegangen sind. Durch die Unterbrechung des Kiezpools konnte keine adäquate Weiterentwicklung stattfinden. Wir wollen dies nun weiter betreiben, obwohl wir wissen, daß ein Anschluß an das Erreichte von Ende 2006 wohl so schnell nicht möglich sein wird.
Wir haben darüber hinaus ab 2008, mit Auslaufen der Förderung, die Möglichkeit die Beschränkung auf das ehemalige Quartiersgebiet und sich darauf auswirkende Projekte aufzuheben und den Wirkungskreis des Kiezpools im Bezirk zu vergrößern.

Bei allen Problemen der letzten Monate ist positiv zu bemerken, daß die zuständigen Bearbeiter im Jobcenter das Konzept des Kiezpools besser verstehen, als noch im Jahr 2006. Wir erhalten einerseits große Unterstützung, obwohl andererseits durch uns nach wie vor Zuarbeiten gefordert werden, die andere Träger nicht leisten müssen. Das liegt auch an der Besonderheit der Maßnahme und des individuellen Zuschnitts der Tätigkeiten, Einsatzstellen und Bildungsmöglichkeiten für die Teilnehmer. Wir sind jedoch der Meinung, daß der betriebene Aufwand kleiner gehalten werden kann.

Unsere 30 Teilnehmer sind derzeit in folgenden Einsatzstellen und deren Projektstandorten (hier nicht erwähnt) tätig:

  • workstation Ideenwerkstatt Berlin eV
  • UBI KLiZ eV
  • Wasser heisst Leben. Water Means Life e. V.
  • SC Berliner Regenbogenforellen e.V.
  • Sportverein Seitenwechsel eV
  • Soned in Friedrichshain e. V.
  • menschen formen eV
  • S.C.E.N.E.5 Verein für Kultur und mehr eV
  • Freie Schule Kreuzberg http://fs-kreuzberg.8kv.de/
  • Stadtteilladen Zielona Gora eV
  • Förderverein Netzwerk Selbsthilfe eV
  • ARIBA e.V. / ReachOut
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